Umschuldung laufender Kredit

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Die Worte Umschuldung und laufender Kredit liest man häufig zusammen. Banken bzw. Kreditinstitute werben gerne damit, dass Sie viel Geld sparen können, wenn Sie Ihr aktuelles Darlehen durch ein neues ablösen. Schließlich würden Sie ja von der Zinsersparnis profitieren. Die Strategie Umschuldung laufender Kredit soll deshalb sogar Ihren Eintrag bei der Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (Schufa) verbessern können. Tatsächlich kann es Sinn machen, ein altes Darlehen durch ein neues ablösen. Dies ist aber nicht grundsätzlich so. Eine Umschuldung mag auf den ersten Blick finanziell vorteilhaft erscheinen, ist es in Wahrheit aber oft gar nicht.

Umschuldung eines laufenden Kredits: An die Entschädigungen denken

Generell macht die Umschuldung nur Sinn, wenn jene für Sie tatsächlich finanziell vorteilhaft ist. Das Problem dabei: Sie können von ihrer bisherigen Bank aufs Glatteis geführt werden, weil jene überhaupt kein Interesse daran hat, Sie als Kreditkunden zu verlieren. Als Beispiel: Ihr Darlehen wird mit drei Prozent verzinst. Der neue Kredit würde mit zwei Prozent verzinst werden. Augenscheinlich macht eine Umschuldung Sinn.

Allerdings muss Sie die Bank nicht kostenfrei umschulden lassen. Sie wird eine Gebühr dafür verlangen, wenn Sie Ihr gesamtes Darlehen vorzeitig abzahlen. Das entsprechende Entgelt trägt den Namen Vorfälligkeitsentschädigung. Die Höhe ist zwar – mit Ausnahme von Immobilienkrediten, bei denen besonders gerne umgeschuldet wird – begrenzt. Nur liegt der Grenzwert, wenn die Laufzeit des Kredits noch mehr als zwölf Monate beträgt, bei einem Prozent. Auf einmal ist die Strategie Umschuldung laufender Kredit doch nicht mehr ratsam. Schließlich sparen Sie nicht mehr.

Umschuldung laufender Kredit: Auf die Laufzeiten achten

Bleiben wir noch einen Moment im obigen Fall: Angenommen, die Restlaufzeit des Kredits beträgt weniger als zwölf Monate. In einem solchen Szenario darf die Bank höchstens 0,5 Prozent Vorfälligkeitsentschädigung nehmen. Augenscheinlich wäre die Umschuldung folglich wirtschaftlich sinnvoll.

Nun wird es allerdings unter Umständen etwas kompliziert. Die neue Bank, die Ihnen das günstige Darlehen gibt, wird nämlich nicht als selten als Bedingung an die Kreditvergabe eine Laufzeit von zwei oder drei oder sogar noch mehr Jahren koppeln. Sie müssen also wesentlich länger Ihre Schulden tilgen. Dies ist nicht nur unangenehm, weil die monatliche Belastung durch die Raten länger dauert als eigentlich gehofft. Sie zahlen auch Zinseszinsen auf Ihren Kredit.

Stark vereinfacht ausgedrückt: Je länger ein Darlehen läuft, desto mehr Zinsen zahlen Sie. So kann es passieren, dass Sie mehr Zinsen für eine Leihe aufwenden müssen, weil jene länger läuft, obwohl der Zinssatz eigentlich niedriger ist. Hier sollten Sie den Taschenrechner zücken, um sicherzugehen, dass sich die Umschuldung auch wirklich finanziell lohnt. Spezialisierte Kreditrechner können bei den entsprechenden Recherchearbeiten sehr gute Dienste leisten.

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